Gnosis – Licht aus einer anderen Welt – Eine antike Religion kehrt zurück.m4v

Gnosis – Licht aus einer anderen Welt – Eine antike Religion kehrt zurück.m4v

https://www.youtube.com/watch?v=88weBYnSQD8

Dokumentarfilm über Gnosis und ihre unterschiedlichsten gnostischen Traditionen. In der urchristlichen gnostischen Idee hat das menschliche Wesen die Möglichkeit, direkte Erkenntnis bzw. Verbindung und Verschmelzung mit Gott oder dem Göttlichen zu erreichen. Schon immer waren die Gnostiker den kirchlichen Institutionen ein Dorn im Auge, da sie den inneren Christus suchten und den eigenen Körper als Tempel Gottes betrachteten. Die Gnostiker wurden dadurch über Jahrhunderte verfolgt und verketzert, waren ein Feindbild der offiziellen Kirche. In Montseguir kam es dann erstmals zur Verfolgung von Christen durch Christen. 200 gnostische Katharer wurden an einem einzigen Tag am Scheiterhaufen verbrannt. Das direkt erfahrene und hermetische Wissen musste so in Geheimgesellschaften untertauchen, um der Inquisition zu entgehen. Heute finden einige dieser alten Traditionen ihre Renaissance und treten auch an die Öffentlichkeit.

Astrologie und Narration in Wolfram von Eschenbachs Parzival: Magisterarbeit – von Bianca Schmale

Astrologie und Narration in Wolfram von Eschenbachs Parzival: Magisterarbeit – von Bianca Schmale

https://www.amazon.de/Astrologie-Narration-Wolfram-Eschenbachs-Parzival/dp/3837073467/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1478438766&sr=8-1&keywords=Bianca+Schmale

BoD Print Edition:

http://www.bod.de/buch/bianca-schmale/astrologie-und-narration-in-wolfram-von-eschenbachs-parzival/9783837073461.html

Astrologie und Narration in Wolfram von Eschenbachs Parzival

In der vorliegenden Arbeit werden die astrologisch-narrativen Bezüge in Wolfram von Eschenbachs ‚Parzival‘ untersucht. Die Textanalyse ist eingebettet in einen allgemeinen historiographisch-astrologischen Exkurs wie auch in eine Betrachtung zur mittelalterlichen Kosmologie und Philosophie. Ganz nebenbei entwirft Wolfram von Eschenbach eine Gesellschaftsutopie, die an Aktualität nicht verloren hat. Weitab vom ‚mainstream‘ seiner Zeit zeichnet Wolfram einen Vergleich zwischen Abendland und Morgenland. Ein Exkurs zur interkulturellen Wissensvermittlung zwischen gelehrten Muslimen, Christen und Juden in der Blütezeit der spanisch-arabischen Kultur, vor allem in Toledo, rundet das Bild ab.

Amazon Rezension:

Ein ungewöhnliches Thema! Und eine weitere interessante Betrachtung zum Parzival Wolfram von Eschenbachs. Die Textanalyse der mittelhochdeutschen Versdichtung fokussiert dabei ebenso auf die Erzähltechnik, dies ist an sich nichts Neues, wie auch auf die zahlreichen astrologischen Passagen, und dies ist etwas Neues! Gut recherchiert und mit umfangreichem Fußnotenapparat ausgestattet wird in der Arbeit ebenso ein Streifzug durch die mittelalterliche Philosophie und Kosmologie unternommen wie auch durch die Geschichte der Wissenstradierung. Denn erst durch die Arbeit in den Übersetzungsschulen von Toledo kam das antike Wissen nach Europa und befruchtete so das Geistesleben an den gerade entstehenden Universitäten. Interessant auch die Einführung in den astrologischen Kontext und die Abstecher zur Geschichte der Astrologie.
Beim Lesen stolpert man zudem über neue interessante Literatur:
Besonders erwähnenswert scheinen mir dabei:
Juan Vernet: Die spanisch-arabische Kultur in Orient und Okzident, Zürich, München, 1984. Leider ist dieses schöne Buch augenscheinlich nur noch antiquarisch zu erwerben .
Dr. Ute Reichel: Astronomie und Sterndeutung. Die Entwicklung der abendländischen Astrologie im Mittelalter, Marburg, 1996.
Astrologie, Sortilegium, Traumdeutung: Formen von Weissagung im Mittelalter, Diss., Bochum, 1990.
Von Gestirnumbläuften, Talismanen und der Kunst Alchymia. Die Rolle der Astrologen an den deutschen Fürstenhöfen des 16. Jahrhunderts, Diss., Darmstadt, 1996.
Alfred Raucheisen: Orient und Abendland. Ethisch-moralische Aspekte in Wolframs Epen Parzival und Willehalm, Diss., Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Paris, Wien, 1997.
Ich empfand gerade diese Hinweise auf sonst nicht leicht findbare Sekundärliteratur besonders hilfreich und weiterführend.
Gerade auch die Gegenüberstellung von Abendland und Morgenland im Parzival wie auch die geradezu paradiesisch anmutende Zusammenarbeit der Gelehrten unterschiedlicher Konfessionen in der Blütezeit spanisch-arabischer Kultur wirft die Frage auf, ob und wann ein neues Toledo möglich sein wird.
Jedenfalls für die Ausbildungszentren des Deutsachen Astrologenverbandes
wie die sog. Skeptikerkreise ein „Muß“ , im Übrigen für jede(n) Bildungsbeflissene(n) ein Genuß.