B 12 Spritzen

B 12 Spritzen

http://www.vitaminb12.de/spritze-injektion/

Vitamin-B12-Spritzen sind die älteste und am besten erforschte Form von Vitamin-B12-Präparaten. Bis vor wenigen Jahren wurden fast alle Formen von Vitamin-B12-Mangel durch Vitamin-B12-Injektionen behandelt und auch heute nehmen sie noch einen großen Stellenwert ein.

Da der Großteil aller B12-Mangelerkrankungen mit irgendeiner Form von Aufnahmestörungen zu tun hat, stellen Vitamin-B12-Spritzen den verlässlichsten Weg da, eine Versorgung mit dem wichtigen Vitamin sicherzustellen: Der Wirkstoff aus den Vitamin-B12-Ampullen wird direkt in den Muskel gespritzt und gelangt so ins Blut, ohne den unsicheren Weg über den Verdauungstrakt nehmen zu müssen.

Besonders nach einem langen Mangel sind Vitamin-B12-Spritzen die verlässlichste Methode, Körperspeicher rasch wieder aufzufüllen und den Teufelskreis des Mangels zu durchbrechen. Mit oralen Präparaten ist es schwierig, vergleichbare Mengen aufzunehmen, so dass die Körperspeicher sich hier erst über viele Monate langsam wieder aufbauen. Spritzen sind deshalb häufig das Mittel der Wahl für die Anfangstherapie.

http://www.vitaminb12.de/ueberdosierung/

Vitamin-B12-Überdosierung bei oraler Einnahme

Lange Zeit galten Therapien, bei denen Vitamin B12 hochdosiert intramuskulär gespritzt wurde als besonders effektiv. Heute nehmen die meisten Forscher an, dass eine orale Einnahme von hochdosierten Vitamin-B12-Präparaten mit genauso effektiv ist, wie eine monatliche Injektion. Vitamin-B12-Präparate wie Tabletten, Kapseln oder Tropfen können bei entsprechender Überdosierung also als genauso effektiv angesehen werden wie Vitamin-B12-Spritzen.

Wenn keine Aufnahmestörung vorliegt, werden orale Dosen von 150-250 µg/Tag als ausreichend empfohlen. Bei einer bekannten Aufnahmestörung hingegen sollte das Präparat mindestens 500 µg enthalten, um die mangelnde Aufnahme sicher auszugleichen.

Da eine Überdosierung kaum möglich ist, geht der Trend dahin, dass viele Hersteller ihre Vitamin-B12-Präparate ohnehin ausschließlich mit recht hoher Dosierung anbieten. Solche Präparate können von allen Menschen grundsätzlich gefahrlos eingenommen werden. Eine Dosierung über den Bedarf hinaus ist jedoch im besten Falle sinnlos, weshalb Dosierungen über 1000 µg kritisch zu hinterfragen sind.

Ebenso empfehlen viele Naturheilkundler eine tägliche Aufnahme, statt riesiger monatlicher oder wöchentlicher Dosen, die den B12-Spiegel im Blut kurzzeitig extrem ansteigen lassen. Dosierungen im Bereich von 250 bis 500 µg sollten in fast allen Fällen ausreichend sein, den täglichen Bedarf zu decken.

Vitamin B12 wird mit Hilfe eines speziellen Moleküls, dem sogenannten Intrinsic Factor (IF) aufgenommen. Bei einem gesunden Stoffwechsel können vom Körper nur etwa 1,5 µg pro Dosis auf einmal über den IF aufgenommen werden. Ein weiterer Teil von etwa 1 % der Dosis gelangt zusätzlich per passiver Diffusion in den Blutkreislauf. Von einer Dosis von 500 µg Vitamin B12 werden also nur maximal 1,5 µg über den IF und 5 µg per passiver Diffusion aufgenommen – die Überdosierung ist also längst nicht so hoch, wie es zunächst den Anschein hat.

Vitamin-B12-Überdosierung: Symptome und Nebenwirkungen

Vitamin B12 ist heute recht gut erforscht und auch nach Jahrzehnten von Studien sind selbst bei extrem hohen Dosen fast keine Symptome einer Vitamin-B12-Überdosierung bekannt, weshalb auch keine maximale Dosis Vitamin B12 festgelegt wurde. Theoretisch könnte man sich also – abgesehen von der vorgenannten Ausscheidetätigkeit – bedenkenlos auch größte Mengen des Vitamins zuführen, ohne einen negativen Effekt befürchten zu müssen.

Einzig beim Wirkstoff Cyanocobalamin ist möglicherweise etwas Vorsicht geboten, da dieser im Körper zu geringen Mengen Cyanid zersetzt wird, die nicht alle Menschen gut vertragen. Diese Mengen sind jedoch so gering, dass sie bei den üblichen Dosen allgemein als irrelevant betrachtet werden.